Stand: 15.03.2017

Garmin

Ist der bekannteste und grösste Hersteller von Fitnessgeräten. Vorteil der Navigationsgeräte: Man muss keine teure Karten kaufen, sondern kann auf die kostenfreien OSM-Karten zurück greifen, welche es für verschiedenste Ausprägungen wie Fahrrad, Wandern, Freizeit gibt. Entsprechende Links zu Karten habe ich auf dieser Website hinterlegt.
Auf den neueren Geräten hat Garmin inzwischen eigene OSM-Karten vorinstalliert, sodass der Käufer schon direkt mit dem Kauf ein wirklich nutzbares Gerät in Händen hält.
Die oben angesprochenen Probleme mit Garmin will ich nicht unerwähnt lassen. Grundsätzlich sollte man meiner Meinung nach von Garmin-Navis die Finger lassen, solange sie nicht mindestens ein Jahr auf dem Markt sind. Der Hersteller "missbraucht" die Erstkäufer schon seit Jahren als Betatester. Erst nach 4-5 Firmware-Updates hält man nach ca. einem Jahr ein brauchbares, weitestgehend fehlerfreies Gerät in Händen. Die Nutzerforen sind voll mit diesbezüglichen Beiträgen.
Man sollte aber anmerken, dass seit 2015 Bewegung in die Update-Häufigkeit und -Qualität bei Garmin gekommen ist. Es scheint, als würden endlich die Rückmeldungen der Nutzer schneller in Fehlerbehebungen umgesetzt.
Wer nicht unbedingt auf ein Trainingsgerät wie die Edge-Serie zurückgreifen will, sollte sich die Outdoor-Serie von Garmin ansehen. Hier findet man mit dem Dakota oder Etrex den preiswertesten Einstieg in die Kartennavigation von Garmin. Man sollte nur genau zum Edge vergleichen, welche der benötigten (Fahrrad-)Sensoren von diesen Geräten unterstützt werden!
Garmin unterhält ein eigenes Nutzerforum, auf welches man bei Problemen zurückgreifen sollte. Der Garmin Support ist bei Defekten innerhalb der zweijährigen Garantiezeit ohne Fehl und Tadel. In der Regel werden defekte Geräte innerhalb einer Woche gegen ein Neugerät getauscht.
Nach Ablauf der Garaniezeit bietet sich bei Garmin das gleiche Bild wie bei allen Technikherstellern, ein Neukauf kann da durchaus günstiger sein.
Im folgenden sind alle aktuellen Bike-Computer von Garmin aufgelistet.
Wer eine tabellarische Übersicht der technischen Daten aller von mir erfassten Bike-Computer benötigt findet diese auf allen Produktseiten oben rechts "zur Übersichtstabelle". Es öffnet sich immer ein zusätzliches Browserfenster!
Edge 20 & 25
Die kleinste, GPS-fähige Bike-Computer von Garmin. Nicht grösser als ein normaler Tacho ist in dem kleinen Gerät  eine Menge Hightech verbaut. Die Grösse des Gerätes führt allerdings auch zu Kompromissen gegenüber den großen Brüdern. Das keine Karten in so einem Gerät verfügbar sind dürfte schon alleine auf Grund der Displaygrösse klar sein, trotzdem verfügt zumindest der Edge25 über die Möglichkeit einen Track zu importieren und diesen als Krümelsput auf dem Display darzustellen.
Wer es also klein und kompakt haben möchte ist hier gut bedient.
Link zum Review von DC Rainmaker
Link zu Navigation professionell





Edge 200

Dieses Gerät wird nicht mehr hergestellt!
Als Nachfolger gelten die Edge 20/25, welche bei geringerer Grösse die gleiche Leistung bieten, bis auf die Displaygrösse.
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Edge 500

Dieses Gerät wird nicht mehr hergestellt!
Als Nachfolger kam der im folgenden beschriebene Edge510 auf den Markt.
Das Gerät ist nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu erhalten.
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Edge 510
Dieses Gerät wird nicht mehr hergestellt!
Gegenüber seinem Vorgänger hat der 500er ein farbiges Display und etwas leistungsfähigere CPU, was der Verarbeitungsgeschwindigkeit sehr gut getan hat. Wie auch der 500er kann er keine Karten darstellen, verfügt aber auch über die Möglichkeit einen geladenen Track als Krümelspur darzustellen.
Das Gerät ist 2016 immer noch im Handel mit Restexemplaren, häufig in der Teamedition mit HF und TF Sensor erhältlich.
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Edge 520
Der 520 ist wohl das fortschrittlichste Gerät von Garmin. Es deckt alle Erfodernisse eines Trainingscomputers ab, ist allerdings trotz der Möglichkeit der Anzeige von Karten nicht navigationsfähig wie die Geräte der 8x0 und 1xxx Klasse. Für viele ist es auf Grund der Grösse, etwas grösser als ein normaler Tacho aber kleiner als die Navigationsgeräte, ein akzeptabler Ersatz für den herkömmlichen Tacho am Lenker. Leider ist der Speicherplatz für Karten auf Grund eines fehlenden SD-Kartenslots auf 50MB beschränkt. Als Anhalt: Eine OSM-Karte für Mallorca ist z.B. ca. 15MB gross.
Obwohl nicht navigationsfähig können aber Tracks auf das Gerät geladen und auf der Karte angezeigt werden. Für Nutzer, die nur gelegentlich eine Karte benötigen zur Positions- und Tourenbestimmung vollkommen ausreichend.
Der Edge520 unterstützt STRAVA Segmente unter Nutzung des Virtual Partners, einer Funktion, die virtuelle Rennen mit dem Edge ermöglicht.
zusätzlich ist der Edge520 in der Lage FEC konforme Trainingsgeräte wie z.B den NEO von Tacxs komplett zu steuern. Diese Funktion ist auch für den Edge1000 als update angekündigt.
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Edge 800
Dieses Gerät wird nicht mehr hergestellt!
Der Nachfolger ist der Edge 810. Optisch unterschieden sich die beiden Geräte nicht.
Link zum Review von DC Rainmaker



Edge 810
Der Nachfolger des 800er verfügt über eine leistungsfähigere CPU und über einen grösseren Flashspeicher für die Firmware, was eine schnellere Arbeitsgeschwindigkeit aber auch zusätzliche Funktionen ermöglicht. Das Scrollen in Karten geht merklich schneller als noch beim Vorgänger.
Das Gerät ist der kleinste Navigationacomputer von Garmin. Durch den Micro-SD Slot können bis zu 16GB an Karten auf das Gerät geladen werden. (Europa verbraucht z.B. nur knappe 3GB Speicherplatz). Das Gerät unterstützt die Funktion von Routen (arbeitet dann wie ein Auto-Navi mit automatischer Streckenerstellung zwischen Start und Ziel) und Tracks (am PC oder aus dem Internet geladene, durchgeplante Streckenführungen). Der Nutzer wird dann durch entsprechende Hinweise zum Zielort geführt. Sprachausgabe beherrscht das Gerät nicht. Abbiegehinweise werden optisch und durch Piepstöne signalisiert.
Der 810 unterstützt wie auch schon der 520 STRAVA Segmente.
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Edge 810 Touring
Der Touring ist in Grunde genommen ein kastrierter Edge 800/810. Ihm wurden die Trainingsfunktionen und die Unterstützung von TF und Powermeter entzogen, dafür wurde mehr Wert auf die Bedürfnisse von Tourenradlern und die Konnektivität mittels ANT+ zu E-Bikes gelegt.
Test bei Navigation-Professionell



Edge 820
Beim Edge 820 handelt es sich um den Nachfolger des 810. Auffälligste Änderung: Er ist richtig klein geworden (siehe nebenstehendes Vergleichsfoto zum 800er) und das Display löst etwas höher auf als das der Vorgänger. Nicht zu sehen sind aber die Anpassungen des Innenlebens/der Firmware. Der kleinste navigationsfähige Bikecomputer von Garmin besitzt den kompletten Funktionsumfang seines grossen Bruders Edge1000 und sogar noch einige Features mehr, die beim 1000 erst nachgerüstet werden sollen. Leider ist der zusätzliche Micro SD-Slot nicht mehr vorhanden, dafür hat das Gerät üppige 16GB Speicher, von denen für Karten allerdings nur 12GB zur Verfügung stehen. Der USB-Slot ist ebenfalls geschrumpft und ist nun vom Typ Micro-USB, wie es zB Smartphones als Standard haben.
Aktuell gibt es noch einige kleine Bugs, auf auffälligsten ist die fehlerhafte Berechnung der Hm und Probleme mit der Sensivität des Touchscreens.
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Edge 820 Touring
Der Touring ist in Grunde genommen ein kastrierter Edge 820. Ihm wurden die Trainingsfunktionen und die Unterstützung von TF und Powermeter entzogen, dafür wurde mehr Wert auf die Bedürfnisse von Tourenradlern und die Konnektivität mittels ANT+ zu E-Bikes gelegt.



Edge 1000
Dieses Gerät ist mit Stand Frühjahr 2016 immer noch das Flagschiff der Bike-Computer, nicht nur für Garmin sondern auch gegenüber der Konkurrenz. Eine schnelle CPU und ein grösserer Bildschirm mit höherer Auflösung machen das Gerät zum idealen Begleiter, wo die Nutzung von Karten eine Rolle spielt. Von der Grösse her ist das Gerät auf einem Rennrad gerade noch akzeptabel (sicher Ansichtssache).
Die Navigationsfunktionen unterscheiden sich vom 810 nur in zwei Punkten:
- die Möglichkeit sich vom Gerät unter Angabe von Streckenlänge einen Tourenvorschlag erstellen zu lassen
- Routen mit Zwischenzielen im Gerät erstellen und bearbeiten zu können
In den trainingsspezifischen Funktionen unterscheidet er sich aber nicht vom Edge810 und 520. Seit dem letzten Update vom April 2016 beherrscht der 1000 auch alle gegenüber dem 520 fehlende Funktionen wie z.B. F-EC, VO2max, Berechnung Ruhephasen, FTP Test.
Besonders erwähnen möchte ich noch die Konnektivität des 1000. Mittels Bluetooth lässt sich der Edge an ein Smartphone anbinden. Er erhält so Mail und SMS Notifications, sogar Wetterdaten werden angezeigt. Auf diesem Weg kann man auch mittels der Garmin Connect App seine Tourdaten direkt ins Internet hochladen.
Letzteres geht auch  durch integriertes WLAN. Man kann den 1000 an beliebige WLAN anmelden. Beendet man eine Tour im Bereich eines bekannten WLANs werden die Tourdaten (wenn die Funktion aktiviert ist) automatisch zu Connect hochgeladen.
Kleiner Trick: Funktioniert BT nicht kann man im Smartphone einen WLAN Accesspoint einrichten. Dann verbindet sich das WLAN des 1000 mit dem Smartphone und der Upload ins Internet geht wieder. Diese Vorgehensweise spart sogar Übertragungsvolumen da nur die Tour gesendet wird und nicht die kompletten Daten aus Garmin Connect ins Smartphone downgeloaded werden müssen.
Der Edge1000 ist nach wie vor das kompletteste Gerät auf dem Markt. Zudem glänzt er mit hoher Zuverlässigkeit und inzwischen guter Produktpflege durch den Hersteller.
Da der Edge1000 auch die Möglichkeit bietet spezielle, durch jeden frei zu entwickelnde Apps über das Portal
Connect IQ downzuloaden wird sich in Zukunft die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung oder Nutzung spezieller Funktionen ergeben. Das macht das Gerät um so interessanter und vielseitiger.
Das einzige, was auch den anderen Edge ausnahmslos fehlt ist ein 3D-Kompass. Das heisst der integrierte, elektronische Kompass verliert die Orientierung sobald man steht.
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Test bei Navigation-Professionell
WAHOO

Wahoo ELEMNT
Wahoo hat sich im Bikebereich durch Trainer und Zubehör in der Sensorentechnik bereits einen guten Namen gemacht. Nun kommt von diesem Hersteller auch der erste Bike-Computer auf den Markt, der als Konkurrent für den Edge 520 oder Polar M450 einzuordnen ist.
Wahoo hat schon immer Wert auf Kompabilität zu den Smartphone Standards gelegt. So kann auch hier das Gerät in vielerlei Hinsicht mit dem Phone kommunizieren.
Diverse Funktionen fehlen aktuell noch, sind aber vom Hersteller als zukünftige Updates angekündigt.
Ob hier tatsächlich (endlich) Konkurrenz für Garmin entstanden ist wird die Zukunft zeigen. Das Gerät ist mit Stand März 2016 noch ein absoluter Newcomer.
Erste Erfahrungen sind recht positiv, bis auf die Akkulaufzeit, die scheinbar bei max 10 Stunden liegt.
Grafisch sind auf jeden Fall einige nette Gimmicks realsiert worden und auch die Signalisierung von Alarmen/Grenzwerten beim Training via farbige LED ist nett geworden.
Eine Map ist includiert allerdings kann man aktuell keine OSM-Karten nachladen. Ein Manko ganz sicher, dass man in der Karte (Darstellung leider nur in schwarz/weiss) nicht scrollen sondern nur zoomen kann.
Als sehr negativ wird von vielen das Fehlen der Profile bewertet. Für den Elemnt gibt es nur ein Bike und damit ist die Anpassung der Datenfelder an unterschiedliche Bedürfnisse nicht möglich.
Wie von Wahoo von anderen Geräten her bekannt gibt es nach der Produkteinführung häufige Updates, was auch in diesem Fall wirklich erforderlich ist!
Positiv ist zu bewerten, dass Wahoo endlich in Deutschland einen eigenen Support aufbaut. Auch hier wird erst die Zukunft zeigen, wie er sich bewährt, wenn erst mal grössere Stückzahlen des Gerätes im Umlauf sind.
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update zu Turn-by-Turn Navigationsghilfe

Wahoo BOLT
Im März 2017 hat der Wahoo Bolt das Interesse von Radfahrern gefunden. In der Grösse nahezu identisch mit dem Edge 820 stellt er mit seiner Abkehr vom Touchscreen und seinem s/w Display eine Alternative zu den Garmin Geräten dar.
Er verhält sich aus Sicht der Funktionalität auch wie ein Garmin Edge 820 zum Edge 1000, ist also ein Speigelbild seines optisch grössren Bruders Elemnt, nur kleiner.
Daher brauche ich auf sein Innenleben hier nicht weiter eingehen, da dazu bereits einiges zum Elemnt gesagt wurde und auch hier 1:1 zutrifft.
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